#EUwomen: Vernissage der Wanderausstellung in Pforzheim
#EUWomen – Frauen bewegen Europa: Ausstellung in Pforzheim eröffnet
Mit einer Vernissage in der Stadtbibliothek Pforzheim wurde die Wanderausstellung #EUWomen – Frauen bewegen Europa eröffnet. Die Ausstellung widmet sich Frauen, die Europa geprägt, bewegt und mitgestaltet haben – von Pionierinnen der europäischen Einigung bis hin zu heutigen Politikerinnen, Aktivistinnen und engagierten Europäerinnen.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Frage, wer das moderne Europa gestaltet und wer die Grundlagen dafür gelegt hat. Dabei geht es nicht nur um einen historischen Rückblick, sondern auch um eine aktuelle Bestandsaufnahme: Welche Chancen haben Frauen heute, europäische Politik entscheidend mitzubestimmen? Welche strukturellen Hürden bestehen weiterhin? Und was braucht es, damit Gleichstellung in Politik und Gesellschaft selbstverständlich wird?
Eröffnet wurde die Ausstellung von Pforzheims Oberbürgermeister Peter Boch, der in seiner Begrüßung die Bedeutung von Gleichberechtigung für eine lebendige Demokratie hervorhob. Demokratie sei nur dann repräsentativ, wenn Frauen politisch mitentscheiden. Es mangele nicht an qualifizierten und engagierten Frauen, so Boch; entscheidend sei vielmehr, Rahmenbedingungen zu schaffen, die politisches Engagement ermöglichen, anerkennen und sichtbar machen. Die Ausstellung schlage hier eine wichtige Brücke, indem sie zeige, wie Frauen in Parlamenten, Institutionen und gesellschaftlichen Bewegungen Verantwortung übernehmen und Europa mitgestalten.
Auch die Europabeauftragte Anna-Lena Beilschmidt und die Gleichstellungsbeauftragte Lea Niewerth, die die Ausstellung nach Pforzheim geholt haben, griffen in ihrem Grußwort die zentralen Themen der Ausstellung auf. Beilschmidt betonte die Bedeutung kommunaler Europaarbeit als Beitrag zu Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Freiheit, Gleichstellung und Vielfalt. Niewerth machte deutlich, dass die Forderung nach mehr Frauen in der Politik allein nicht ausreiche: Vielmehr müssten strukturelle Hürden abgebaut werden, damit Frauen ihre politische Teilhabe tatsächlich gleichberechtigt wahrnehmen können.
EUROPE DIRECT Stuttgart dankt der Stadt Pforzheim, allem voran Frau Beilschmidt für die gute Kooperation und die Gelegenheit, die Veranstaltung mit einem Impulsvortrag zu aktuellen politischen Entwicklungen in der europäischen Frauen- und Gleichstellungspolitik begleiten zu können. Im Vortrag ordnete Lana Mayer, Leiterin von EUROPE DIRECT Stuttgart, zentrale Fragen der Repräsentation, Gleichstellung und politischen Teilhabe aus europäischer Perspektive ein und zeigte auf, dass Gleichstellung heute nicht nur eine Frage sozialer Gerechtigkeit ist, sondern eng mit Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Sicherheit und der Zukunft europäischer Werte verbunden bleibt.
Eine anschließende Führung durch die Ausstellung bot den Teilnehmenden vertiefende Einblicke in die Biografien und Themen von #EUWomen. Die Ausstellung macht sichtbar, dass Frauen Europa seit seinen Anfängen mitgeprägt haben – auch wenn ihre Stimmen in der Geschichtsschreibung häufig weniger präsent waren als die ihrer männlichen Zeitgenossen.
Für die Stadt Pforzheim ist die Ausstellung zugleich Ausdruck eines klaren kommunalpolitischen Engagements. Als Unterzeichnerin der Europäischen Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene setzt sich die Stadt für konkrete politische Teilhabe und die Förderung von Gleichberechtigung in der Stadtgesellschaft ein.
Die Ausstellung #EUWomen wurde von der Europaabteilung der Freien Hansestadt Bremen konzipiert und mit Unterstützung der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland realisiert. Sie ist noch bis Samstag, 9. Mai, im Foyer der Stadtbibliothek Pforzheim zu sehen.
Bilder: Stadt Pforzheim Laura Schaier & Chantal Scheibe

