Studienfahrt nach Zagreb im Rahmen des Erasmus+ Projektes

Strategien gegen Greenwashing und Youthwashing

Studienfahrt nach Zagreb zur Abschlusskonferenz des Erasmus+ Projektes Strategien gegen Greenwashing und Youthwashing

Vom 23. bis 26. November 2025 reisten 10 engagierte Jugendliche aus Baden-Württemberg im Rahmen des Erasmus+ Projekts „Mehr als nur PR: Entwicklung von Strategien zur Bekämpfung von Greenwashing und Youthwashing“ nach Zagreb. Ziel der Studienfahrt war es, die Teilnehmer:innen mit Gleichaltrigen aus Kroatien, Expert:innen, zivilgesellschaftlichen Akteuren und internationalen Partnern zusammenzubringen – und gemeinsam das Bewusstsein dafür zu stärken, wie man manipulativen Kommunikationspraktiken kritischer begegnen kann.

Nach der abenteuerlichen Anreise im Nachtzug, führte der Weg direkt zur Algebra Bernays University, wo die Abschlusskonferenz des Projekts stattfand. Dort diskutierten Wissenschaftler:innen, Vertreter:innen der Zivilgesellschaft und unsere Teilnehmenden Alexander Springborn und Veronika Wiebe, Schüler des Hohenstaufen Gymnasiums in Göppingen und Mitglieder der EU-AG über die Mechanismen hinter scheinbar „grünen“ oder „jugendfreundlichen“ Botschaften. Schnell wurde deutlich, dass Greenwashing zwar vielen ein Begriff ist, seine subtilen Formen aber noch zu wenig erkannt oder nicht genügend kritisch betrachtet werden. Auch die Ergebnisse zur Wahrnehmung von Youthwashing sorgten für Aufmerksamkeit: Gerade in politischen Kampagnen werden Jugendliche häufig als Zielgruppe angesprochen, ohne dass ihre tatsächlichen Anliegen Eingang in politische Entscheidungen finden.

Im Anschluss an die Konferenz arbeiteten die Schüler:innen der Delegation gemeinsam mit Jugendlichen der Deutschen Internationalen Schule Zagreb an einem Workshop zu realen Beispielen und entwickelten erste Ideen für mögliche Folgeveranstaltungen. Der Austausch zeigte, wie schnell junge Menschen unauthentische Kommunikation entlarven – und wie wichtig transparente Prozesse für ihre Glaubwürdigkeit sind.

Am zweiten Tag standen Begegnungen mit zivilgesellschaftlichen Akteuren im Mittelpunkt, zunächst mit der Youth Initiative for Human Rights und anschließend mit der Vorsitzenden des Jugendrates Zagreb, Tesa Goldstein. Der Stadtspaziergang musste unter Dach und im Trockenen stattfinden, doch der Politikwissenschaftler und Historiker, Maks Zakošek, gab uns einen lebendigen Einblick in die politische und gesellschaftliche Entwicklung Zagrebs gab.

Mit vielen neuen Eindrücken, Gesprächen und Ideen machte sich die Gruppe am Abend wieder auf den Rückweg nach Stuttgart. Die Fahrt zeigte eindrucksvoll, dass internationale Begegnungen nicht nur Wissen vermitteln, sondern jungen Menschen konkrete Werkzeuge an die Hand geben, um selbstbewusst für Transparenz und politische Teilhabe einzutreten.

Wir freuen uns, mit den jungen Teilnehmenden Follow-up Projekte aufzunehmen und wieder Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen. Für ihre überaus engagierte Teilnahme, die vielen tollen Ideen, nette Gespräche und lustige gemeinsame Momente danken wir allen ganz herzlich.

Bilder: Europa Zentrum Baden-Württemberg

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