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So lief Brüssel in Karlsruhe


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EU-Normen regeln die meisten Bereiche unseres Alltags, ohne dass wir darüber nachdenken. Europa ist normal geworden. Erst durch den bevorstehenden Brexit und die Angst vor einem nationalen Rechtsruck ist vielen wieder bewusst geworden, dass die EU nicht selbstverständlich ist. Wenn sie eine Zukunft haben soll, ist es vor allem wichtig, die Jugend mitzunehmen. Für die Arbeitgeber der öffentlichen Verwaltung ist es ein zentrales Anliegen, die Auszubildenden für die Europäische Union und ihre oftmals unverständlich erscheinenden Vorgänge zu sensibilisieren und zu motivieren. Denn hinter jeder zukünftigen Tätigkeit am eigenen Schreibtisch kann die Umsetzung einer EU-Vorgabe stehen, und da sind die Einsicht in das Warum und Wieso und das Verständnis für die Stärken des europäischen Horizonts von Vorteil.

Regierungspräsidium und Stadt Karlsruhe nahmen am 27. September 2017 ihre Auszubildenden gemeinsam in der Europa-Fortbildung „Legislativity! So läuft’s in Brüssel“ in den Blick. Gabriela Mühlstädt-Grimm, Regierungsvizepräsidentin, betonte: „Ich freue mich sehr über diese erste gemeinsame Fortbildung für Auszubildende der zwei großen öffentlichen Arbeitgeber in Karlsruhe zum Thema Europa.“ Wolfram Jäger, Erster Bürgermeister der Stadt Karlsruhe, unterstrich in seinem Grußwort den städtischen Einsatz gegen die steigende Europaverdrossenheit, wobei „Europa oft schlecht geredet und für alles verantwortlich gemacht wird, was in heimischen Gefilden nicht gut läuft.“ Ziel der Veranstaltung sei es, „Freude an Europa zu gewinnen, denn Europa ist unsere Zukunft.“

Kern der Veranstaltung war das großformatige Brettspiel „Legislativity“, bei dem sich die 30 Teilnehmenden zur Verbesserung der EU-Verbraucherschutz-Vorschriften auf den Weg durch Brüssel machten, durch die Europäische Kommission, das Europäische Parlament, den Ministerrat. Mehrheiten mussten gesammelt und unvorhergesehene Hindernisse überwunden werden, die im Spiel wie in der Realität überall lauern. Im Anschluss an diesen lehrreichen wie unterhaltsamen Teil kamen die Teilnehmenden ins Gespräch mit Regina Hartig LL.M. und Dr. Patricia Buchholz, Europaexpertinnen der Stadt Karlsruhe und des Regierungspräsidiums, die in Brüssel eigene berufliche Erfahrungen gemacht haben. Sie vermittelten direkt, wieviel von diesem spielerisch erlebten Europa möglicherweise an einem späteren Arbeitsplatz angetroffen werden kann oder wie es beispielsweise ist, selbst in Brüssel zu arbeiten. Die Auszubildenden waren engagiert bei der Sache und zeigten Interesse, das „in der Theorie“ Erlernte auch einmal „live“ vor Ort in Brüssel erleben zu dürfen.

Die Veranstaltung kam in Zusammenarbeit mit dem Kreisverband Karlsruhe des überparteilichen Vereins „Europa-Union Deutschland e.V.“, der vom Vorsitzenden Heinz Golombeck MdB a.D. vorgestellt wurde, der Europa-Union Baden-Württemberg e.V. und des Jugendverbands „Junge Europäer – JEF Baden-Württemberg“ in der Veranstaltungsreihe „So läufts in Brüssel“ zustande. Ermöglicht wurde sie durch das Europa Zentrum Baden-Württemberg, welches das Spiel entwickelt hat. Florian Setzen, Direktor des Europa Zentrums, moderierte die Fortbildung und führte die Auszubildenden durch das Spiel. Darüber hinaus wurde die Veranstaltung durch Mittel der Europäischen Kommission und des Fördervereins der Europa-Union Deutschland e.V. finanziert. Für weitere Auskünfte zu „Legislativity“ stehen im Regierungspräsidium Karlsruhe Sandra Hitz und Angélique Théry-Roth, Telefonnummer 0721/926 7431, zur Verfügung. Bei der Stadt Karlsruhe können sich Interessierte an Regina Hartig unter der Telefonnummer 0721/133-1877 wenden.

Weitere Eindrücke der Veranstaltungen finden Sie hier:
Facebook-Bericht Europe Direct Karlsruhe 28-09-17,
Bericht auf der Homepage der Stadt Karlsruhe
Bericht in der Stadtzeitung Karlsruhe/20-10-17

[Bilder auf dieser Seite: Europe Direct Informationszentrum Karlsruhe, mit freundlicher Genehmigung]