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Perspektivwechsel – Südeuropäische Blicke auf die Krise und die Frage nach einer europäischen Öffentlichkeit

Am 20. Juni bot sich ab 19 Uhr die Gelegenheit, die aktuelle Staatsschuldenkrise mit Journalisten aus Italien, Frankreich und Deutschland zu diskutieren.
Laura Lucchini, Deutschlandkorrespondentin der Linkiesta, Pascal Thibaut, Deutschlandkorrespondent für Radio France Internationale, und Dr. Knut Krohn, Außenpolitik-Redakteur der Stuttgarter Zeitung, schilderten die Krise jeweils aus dem Blickwinkel der Medien in Italien, Frankreich und Deutschland. Dabei machten alle drei deutlich, dass die Sichtweisen sowohl gemeinsame Linien als auch Unterschiede aufweisen. Deutschland werde nicht in allen italienischen Medien kritisiert, so Lucchini. Auch in Frankreich werden durchaus auch die deutschen Zwänge gesehen, meinte Thibaut. Die Krise habe unterschiedliche Aspekte in den jeweiligen Ländern, so Krohn, ein generelles Konzept zur Lösung könne daher nicht genannt und angewandt werden. Sicher hülfe eine Stärkung des Europäischen Parlaments, zum Beispiel dadurch, dass die Europäische Kommission noch viel stärker dem Europäischen Parlament verantwortlich und abhängig gemacht werden würde, waren sich die drei einig. – Aus dem Publikum wurde die Frage gestellt, ob es in der Krise nicht eigentlich darum gehe, ein Alternativmodell zum Kapitalismus zu finden.
Eine Kooperation zwischen Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg und Europa Zentrum Baden-Württemberg.

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